© Alois Stockinger 2012 Blutegeltherapie Blutegel werden einzeln, in der Nähe von akut entzündeten Hautarealen gesetzt, wo sie Blut ansaugen und dabei eine Vielzahl von entzündungshemmenden und gerinnungsaktiven Substanzen freisetzen. Ein altes Heilverfahren Der Blutegel bzw. die Blutegeltherapie ist ein jahrtausende altes Heilverfahren. Der Blutegel wird eingesetzt bei besonderen Problemstellungen wie: Krampfadern, Besenreisern, Venenleiden, Arthrose, Tinnitus, Hämorrhoiden siehe Liste am Ende des Artikels. Prinzipiell werden Blutegel bei der Blutegeltherapie am ganzen Körper angesetzt. Blutegel-Therapie - Heilung mit Tier-Sekreten Der Therapeut sucht die zu behandelnden Stellen aus. Es werden meist mehrere Blutegel rund um die ausgewählte Stelle angesetzt. Beim Ansetzen des Blutegels geschieht folgendes: Der Egel sägt sich vorsichtig und fast schmerzfrei in die Haut, während des Saugvorgangs gibt der Egel seine heilenden Wirkstoffe in das Gewebe ab. Das Ganze ist für den Patienten nicht schmerzhafter als ein Mückenstich. Während des Saugens scheidet der Blutegel ein Sekret in die Wunde ab. Dieses enthält unter anderem eine Substanz, die die Blutgefäße erweitern. Zudem wird Hirudin  und Heparin abgegeben, das die Blutgerinnung hemmt. Im Sekret sind noch weitere Substanzen enthalten, die unter anderem gerinnungs-, entzündungshemmende und entkrampfende Eigenschaften besitzen. Nach 20 Minuten bis 2 Stunden ist der Egel gesättigt und lässt los. Ein Tier nimmt ca. 10 bis 20 ml Blut auf, daher wird diese Therapieform oft auch als "Mini-Aderlass" bezeichnet. Über die Anzahl der Blutegel, die "gesetzt" werden, entscheidet der Therapeut. Ein Nachbluten ist erwünscht und sollte nicht unterbunden werden, denn es erhöht die Wirksamkeit der Blutegeltherapie und hat eine entstauende Wirkung. Das Nachbluten selbst dauert in der Regel bis zu 12 Stunden. Am Tage der Blutegeltherapie sollte der Patient körperliche Anstrengung vermeiden. Die Wunden sollten in den nächsten Tagen bis zur Verheilung kontrolliert werden. Hauptanwendungsbereiche: PLASTISCHE CHIRURGIE VARIKOSIS DURCHBLUTUNGSSTÖRUNGEN KRAMPFADERN PHLEBOTHROMBOSE THROMBOPHLEBITIS ANGINA PECTORIS MAKROANGIOPATHIE WADENKRÄMPFE MIGRÄNE, SPANNUNGSKOPFSCHMERZ SCHWINDEL ARTHRITIS WIRBELSÄULENSYNDROM BANDSCHEIBENPROLAPS HÄMATOME ZERRUNGEN PANARITIUM DIABETES MELLITUS ULCUS CRURIS REKONSTRUKTIVE CHIRURGIE HÄMORRHOIDEN ARTERIOSKLEROSE ARTERIENVERSCHLUSS APOPLEX MYOCARDINFAKT MYALGIEN DYSMENORRHOE TINNITUS ARTHROSE WEICHTEILRHEUMATISMUS ISCHIALGIEN NEURALGIEN MUSKELFASERRRISSE VERSTAUCHUNGEN FURUNKULOSE BANDSCHEIBENVORFALL GÜRTELROSE HODENENTZÜNGUNG NASENNEBENHÖHLENENTZÜNDUNGEN HÖHRSTURZ ABSZESSE BLUTERGÜSSE DEPRESSION CHRONISCHE RÜCKENSCHMERZEN TENNISARM RHIZARTHROSE